Die Welt hat sich verändert.

Und wie Wolfgang Welsch so schön sagt:

„Wir sind kulturelle Mischlinge.

Die kulturelle Identität der heutigen Individuen ist ein Patchwork-Identität“

Ich liebe diesen Satz, denn er ist so wahr.

Wer kann heute noch von sich behaupten, nicht durch eine andere Kultur beeinflusst zu sein?

Als Netflix-Zuschauer ist man von US-amerikanischen Serien beeinflusst.

Als Gamer komme ich beim Videospielen mit anderen Kulturen in Kontakt,

sei es durch die Videospielinhalte,

oder mit den Menschen, mit denen man spielt, und die auf der ganzen Welt verteilt sind.

Als Yogakursteilnehmer taucht man in eine Welt ein, die ursprünglich kulturell woanders liegt.

Hat man seinen Urlaub in Thailand verbracht und sich in das Land verliebt,

versucht man sich durch das Kochen wieder ins Land zu versetzen.

Hat man Anthropologie studiert und ein paar Monate auf den archäologischen Stätten der Maya verbracht,

nimmt man einen Teil der Geschichte und des Landes Mexikos oder Guatemala mit nach Hause.

Lernt man eine neue Sprache, setzt man sich automatisch mit dem Weltbild der Gesellschaften auseinander,

die diese Sprache sprechen.

Geht man zum Flamencokurs, kommt man automatisch in Berührung mit der spanischen Sprache,

und der kulturellen Vielfalt Andalusiens.

Es gibt unzählige andere Beispiele.

Durch die Globalisierung, die das Reisen vereinfacht hat, ist der Kulturkontakt so einfach und

durchdringend.

Nicht kulturell gemischt zu sein, ist heute fast unmöglich.

Es gibt allerdings einen Bereich, wo Transkulturalität die Massen anziehen.

Und das ist die Musik.

So war es wahrscheinlich schon immer.

Musiker und Komponisten haben sich schon immer von anderen kulturellen Richtungen beeinflussen lassen.

Es ist kein Geheimnis, dass sich Johann Sebastian Bach von Antonio Vivaldi hat inspirieren lassen.

Er hat sogar beim ihm „geklaut“, indem er die einige Streichkonzerte Vivaldis für Orgel umgeschrieben hat.

Ich finde die Stylmischungen, mehrsprachige Songs und andere untypische Sprachen für bestimmte

Musikstile zu nehmen, einfach super!

Reggae auf Deutsch

Schon mal was vom deutschen Reggae gehört?

Auch in Deutschland gibt es Reggae-Bands, die auf Deutsch singen. Das ist fantastisch!

Es hört sich wirklich wie Bob Marley an 🙂

R’n’Besk?

Von R’n’Besk gehört?  Das hab ich verpasst, als ich in Spanien gelebt habe 🙂

Deutscher Text und Oriental beats –

Interktulturell? Nein!

Multikulturell? Nein?

100% transkulturell – Hammer-Mischung!

Mehrsprachige Songs

Ein bekannter Song, der dieses Jahr herausgekommen ist, ist „Je ne parle pas francais“ von Namika.

Sie singt in ihrem Refrain einzelne französische Sätze.

Es gibt zudem eine Version des Songs, den sie mit dem Rapper Black M singt.

Der Rapper auf Französisch, sie auf Deutsch, aber auch abwechselnd in der anderen Sprache.

Toll!

Lustigerweise gibt es in der deutschen Volksmusik zahlreiche Lieder,

die Melodien und Instrumente aus anderen Ländern integrieren

Wörter aus anderen Ländern beinhalten,

oder es werden Coverlieder benutzt.

Oft geht es um Sehnsucht nach fernen Ländern.

Kennst Du die CubaBoarischen?

Sie machen eine Mischung kubanischen Musikstylen und bayrischer Volksmusik.

Hör Dir das an. Verrückt!!!

Das ist die größte Überraschung, die ich in der letzten Zeit musikalisch hatte.

Wenn Du jetzt ein bißchen lachen willst:

Auch Kabarettisten nutzen andere Sprachen in ihren Songs.

Bodo Wartke hat ein Liebeslied komponiert, das er in mehreren Sprachen singt. Zu lustig!

 

Wenn wir jetzt außerhalb von Deutschland gehen:

Einen Sänger, den ich gerne mag, ist l’Algerino.

Algerino ist ein Sänger, der in Marseille geboren ist und dessen Eltern aus Algerien, eingewandert sind.

Seine Musik gilt als Urban Pop und könnte als sehr kommerziell gelten,

aber er mischt viele Musikstyle, mischt die Sprachen in fast all seinen Songs,

singt mit anderen Sängern  aus anderen Ländern

und hat Titel wie „Va bene“, „International“, „Andalé“ oder

„Hola“,  wo er mit einem niederländischen Rapper singt.

Eine Mischung, die ich wirklich mag, ist die Kombination von l’Algerino und Florin Salam.

Florin Salam ist ein Sänger aus Bukarest, aus Rumänien.

Beide singen eine Version des Songs Saint-Tropez des bulgarischen Sängers Azis abwechselnd auf Rumänisch und Französisch.

Hier noch einen kleinen anderen Einblick:

Es gibt sehr viele Künstler, die in mehreren Sprachen singen.

Längere Sätze in einer anderen Sprache zu singen, kommt allerdings nicht so häufig vor.

Es schien schon immer toll gewesen zu sein, ein paar Wörter aus anderen Sprachen

in die eigenen Songs einzuflechten. Hier einige prominente Beispiele:

bei den Beatles- Michelle

bei Madonna mit La isla bonita

bei Christina Aguilera, Lil’Kim, Mya, Pink  in In Lady Mermelade

bei Sting – Desert Rose

Bollywood – Champions beim Musikstilmischen

Als Bollywood-Fan muss ich natürlich auch Bollywood erwähnen.

Sie sind die Champions verschiedene Musikstyle, Tanzrichtungen und Gesänge zu mischen.

Hier ein paar Eindrücke:

Salsa-angehaucht:

Mit Flamenco-Elementen:

Musicals und Animationsfilme

Musicals und Animationsfilme werden natürlich in viele Sprachen übersetzt und gesungen.

Dieses Projekt alle Sprachen bei dem Lied „Let it go“ miteinander zu verbinden, ist eine tolle Idee.

Es gibt bestimmte tausend andere Beispiele, wo Style und Sprachen gemischt werden.

Gibt es einen „Transkulti“-Song, den man unbedingt kennen muss?

Gib mir ein paar Tipps!